Dr. Med. Joachim Bandlow

Therapieverfahren

Akupunktur

Die Akupunktur ist eine der ältesten Heilmethoden der Welt. Ihre asiatischen Ursprünge liegen ca. 10.000 Jahre v. Chr. zurück. Diese nebenwirkungsarme und sehr effektive Regulations- und Ordnungstherapie erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Da sich die Akupunktur über so einen langen Zeitraum tagtäglich im praktischen Einsatz bewährt hat, ist sie als zeitlos einzustufen im Vergleich zu vielen modernen alternativen Heilmethoden, die oft sehr kurzlebig sind. Haupteinsatzgebiete sind Schmerzzustände aller Art, Allergien, funktionelle Störungen sowie psychosomatische Erkrankungen.

Akupunkturpunkte am Modell
Moxibustion Moxibustion

Der Begriff Akupunktur (acus=Punkt, pungere=stechen) heißt im Chinesischen soviel wie stechen und wärmen. Hier sei bereits an die Möglichkeit der Nadelerwärmung mittels Artemisia vulgaris (Beifußkraut) erinnert. Diese Sonderform der Akupunktur nennt man Nadelmoxibustion oder kurz Moxa. Es gibt mehr als 350 Akupunkturpunkte am Körper. Die weitaus meisten dieser Punkte liegen auf sogenannten Meridianen, das sind Energieumläufe am Körper. Nach traditionell chinesischer Anschauung werden wir krank, wenn es zu Energieflussstörungen innerhalb dieser Meridiane kommt.
Aus der ältesten chinesischen Naturphilosophie, dem Taoismus, stammt das Prinzip der Einteilung des gesamten Universums und sämtlicher Naturphänomene nach dem sich ergänzenden polaren Gegensatzpaar Yin und Yang. Die dazwischen liegende Spannung wird als Qi bezeichnet, ein Begriff, der für Lebensenergie steht. Yin läßt sich mit Kälte, Schwäche, Leere, Yang mit Wärme, Stärke, Fülle in Analogie bringen. Beim gesunden Menschen liegt ein Gleichgewicht beider Polaritäten vor. Funktionelle Erkrankungen, d.h. Organe sind noch nicht in ihrer Struktur anatomisch verändert, sind prinzipiell reversibel, der stockende Energiefluß muß wieder in Gang gebracht werden. Wir Akupunkturärzte versuchen, die Energieblockade durch Nadelstiche an den Verstopfungspunkten zu lösen, damit die Energie "Qi" wieder frei fließen kann und sich Wohlbefinden einstellt.

Referenzpunkte am Ohr
Sonderformen der Akupunktur sind die Ohrakupunktur, die Schädelakupunktur und die Mundakupunktur. Hierbei handelt es sich nicht um eine Regulationstherapie wie bei der traditionell chinesischen Körperakupunktur, sondern um eine Reflexzonentherapie, ähnlich der Fußreflexzonenmassage. Wir behandeln Zonen entsprechender Körperteile oder -regionen, die sich in Ohr, Mund und/oder Schädel repräsentieren, mit Nadelreizen, um eine funktionelle Veränderung der korrespondierenden Körperzonen zu erreichen.
Der Nadelstich ist teilweise schmerzhaft, je nach Ausprägung der Energieflussstörung. Durch spezielle Nadeltechniken (Elektro, Laser) kann dies vermieden werden. Wichtig bei der einzelnen Akupunktursitzung ist, dass Sie entspannt liegen und sich wohl fühlen (Ruhe, Wärme, Musik, etc. ). Durch die Akupunktur werden die körpereigenen Regulationssysteme angeregt. Heilungsprozesse kommen in Gang. Gönnen Sie Ihrem Körper deshalb Zeit und Ruhe.
Referenzpunkte am Ohr

Elektrotherapie

Die Domäne der Elektrotherapie ist die Schmerzbehandlung. Über Elektroden werden galvanische Ströme niedriger Spannung an der Körperoberfläche angelegt. Stromstärke und Frequenz können variiert werden. Haupteinsatzgebiet sind chronische Schmerzen, wie z.B. Rückenbeschwerden, Schulterbeschwerden, Tennisellbogen, Karpaltunnelsyndrom, Kopfschmerzen, Gürtelrose, Schmerzzustände nach Operationen, Wundheilungsstörungen, Phantomschmerzen, usw... Durch den Stromfluss werden Durchblutung, Stoffwechsel und Trophik des betreffenden Gewebes angeregt. Auch diese Therapie ist weitestgehend nebenwirkungsfrei, allerdings kann es bei starken Reizzuständen, wie akuten Entzündungen, zu einer Verschlimmerung der Beschwerden kommen, weshalb hier Vorsicht geboten ist.


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